Anbau der Regine-Hildebrandt-Gesamtschule gestern feierlich eingeweiht

Anbau der Regine-Hildebrandt-Gesamtschule gestern feierlich eingeweiht

 

Lernen im Sechseck

MAZ 07.09.2011
 

BIRKENWERDER - Schon lange gehört die Regine-Hildebrandt-Gesamtschule Birkenwerder ob ihrer Lernergebnisse sowie der Akzeptanz bei Schülern und Eltern zu den erfolgreichsten Schulen des Landes Brandenburg. Der Anbau von Bauteil E mit neuen Unterrichtsräumen in Form eines Sechsecks und Lernfluren verleiht der Bildungsstätte noch mehr Glanz, weil hier nach Auskunft der Experten völlig neue Lernformen möglich sind. „Das ist ein Traum für jeden Lehrer. Hier kann man innovative Konzepte umsetzen“, schwärmte gestern Manuela Brüssow, Leiterin der Oranienburger Torhorst-Gesamtschule, zur offiziellen Einweihung des Anbaus. Sie fand in einem Raum statt, der multifunktional genutzt werden kann.

Das fertige Bauteil mit der Bezeichnung E hatte Landrat Karl-Heinz Schröter in seiner Rede zu vielen Worten inspiriert, die mit diesem Buchstaben beginnen: Einfach sei der Bau nicht gewesen, weil etwas begonnen wurde, was es im Kreis so noch nicht gab und das Grundstück für das Vorhaben eigentlich viel zu klein war. Emotionen seien damals hochgekocht, weil gerade Wahlkampf war, wobei es ehrliche Debatten schwer gehabt hätten. Aber es sei auch Entdeckergeist im Spiel gewesen. Diesbezüglich hätte sich der Leiter des Rungegymnasiums, Uwe Seidler, bleibende Verdienste erworben, was die neue Wabenform der Klassenräume anbelangt. Er hatte sich von einer Schule in Mecklenburg-Vorpommern inspirieren lassen. Schröter 

 

 

erinnerte darüber hinaus an den Estrich, der nicht trocknen wollte, und an die Einschränkungen, die Lehrer und Schüler während der Bauphase hinnehmen mussten. Der Chor der Hildebrandtschule hatte für das kleine Festprogramm gesorgt. Zudem wurden Bilder von der Bauphase und vom Schwimmbecken eingeblendet, das bis heute ein Reizwort ist. Das Becken, in dem die behinderten Schüler geschützt Schwimmunterricht erhielten, hatte trotz massiven Protestes dem Neubau weichen müssen. Nun lernen die Schüler in der behindertengerecht umgebauten Schwimmhalle der Turm-City schwimmen. Für Schröter ist auch das Integration, machte er zur Eröffnung deutlich.

Schulleiter Hansjörg Behrendt war die Freude über den Anbau und die damit verbundenen Chancen für die Umsetzung von Visionen für neues Lernen anzumerken. Deshalb dankte er allen, die daran mitgewirkt haben und zur Eröffnungfeier gekommen waren, Vertreter des Kreises, des Kreistages, der Gemeinde, Architekten und die Bauleute. „Unser Credo sind Integrationsklassen“, betonte Behrendt, „und keine Regelklassen mit 28 Schülern.“ Die könnten kommen, wenn künftig Schulen im Landkreis die Integration einführen.

Der Schulleiter sprach den Wunsch aus, dass sich seine Schule künftig auch für Kinder aus anderen Bundesländern öffnen könne. Vom Land Brandenburg erhofft er sich noch mehr Unterstützung für ein gemeinsames Lernen aller Kinder. (Von Helga Gerth)

   
Stießen gestern zur Eröffnungsfeier auf den Schulanbau an: Laura, Jasmin, Daniel und Michelle (v. I.).
Sie lernen in den Klassenstufen acht und neun. fotos (3): ENRICO KUGLER
Der Chor der Hildebrandtschule gestaltete das Kulturprogramm, zu
dem auch die Schulhymne gehörte.
Katrin Döring vom Bildungsministerium hat einst den Schulversuch begleitet und somit eine enge Beziehung zur Schule. Sie kündigte für Dezember den Besuch von Bildungsministerin Martina Münch an.
 
Der Anbau

• Im Anbau (Bauteil E)
entstanden 22 Unterrichtsräume,
davon 15 Klassenzimmer
und sieben Fachräume,
für Kunst, WAT und Informatik.
• Der Landkreis als Schulträger
investierte rund 6,5 Millionen
Euro.
• Alle neuen Unterrichtsräume
sind sechseckig, mit
großen Glasfronten und
lichtdurchflutet. Sie ermöglichen
neue moderne Lernformen.
in diese sind auch die
Flure integriert.




Veröffentlicht am:
07:09:40 10.09.2011 von CMS System Benutzer