Kreis korrigiert Verlustbilanz für Wohnheim

Die Verluste, die dem Landkreis mit dem zu gering ausgelasteten Wohnheim für behinderte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Birkenwerder entstehen, sind geringer als bisher angegeben. Die Verwaltung korrigierte am Freitag die Bilanz: Statt einem erwarteten Minus von 481.000 Euro im Jahr 2013 wird der Verlust nun mit 378.049 Euro beziffert. Das geht aus einer aktualisierten Beschlussvorlage hervor, die die Schließung des Heimes vorsieht. In der zuerst genannten Summe waren die Kosten für die Dachreparatur nach einem Hagelschlag eingerechnet. "Die Schadensregulierung konnte im September 2013 abgeschlossen werden", heißt es dazu in dem aktualisierten Papier. Die voraussichtlichen Einnahmen seien nun um die entsprechenden rund 102.950 Euro bereinigt worden, heißt es weiter.

Auf die Verrechnung der Reparaturkosten hatten Elternvertreter der ans Wohnheim angrenzenden Regine-Hildebrandt-Schule aufmerksam gemacht, die sich in einem Brief an alle Fraktionsvorsitzenden gegen die Schließung des Heims eingesetzt hatten. Zum Kreistag am kommenden Mittwoch, 4.Dezember, entscheiden die Abgeordneten über die Schließung. Die zuständigen Ausschüsse hatten zuvor mehrheitlich dafür gestimmt.

Unterdessen haben Eltern und Schüler eine Online-Petition eingerichtet, auf der Stimmen zur Erhaltung des Wohnheims gesammelt werden.

Die Petition im Netz:bit.ly/18nY77K

OGA (ah), 30.11.2013




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10:22:00 30.11.2013 von CMS System Benutzer