Deutsche bleiben bei Rot immer stehen

Rundum zufrieden sind zwölf Jugendliche aus Großbritannien mit ihrem 14-tägigen Deutschlandaufenthalt. Um die deutsche Sprache besser lernen zu können, haben sie in ihren Sommerferien den Sprachkurs gebucht, der sie an die Regine-Hildebrandt-Gesamtschule gebracht hat. Die Mädchen und Jungen aus Schottland, England und Wales sind bei Gastfamilien untergekommen, was Conner besonders gut gefiel. Er hat es genossen, den deutschen Alltag hautnah mitzuerleben. Aber große Unterschiede zum Leben von Jugendlichen in England habe er nicht festgestellt - mit einer Ausnahme. Deutsche blieben an der roten Ampel stehen, obwohl kein Auto käme.
Die britischen Gäste nahmen auch am regulären Unterricht in der Gesamtschule teil. "Da gibt es ganz schöne Unterschiede", hat Izzi, die eine Mädchenschule besucht, festgestellt. So stehe in Deutschland die Team-Arbeit mehr im Vordergrund. "Das hat mir gut gefallen." Damit spricht die 17-jährige auch einen Projekttag an der Hildebrandt-Schule an. Die Briten haben in Arbeitsgruppen versucht, den Deutschen ihr Schulsystem zu erklären. Umgekehrt mussten die Deutschen den Gästen das deutsche Bildungswesen erläutern. Im Mittelpunkt des Projektes stand dabei das Thema Iklusion, also das gemeinsame Leben und Lernen von behinderten und nichtbehinderten Kindern und Jugendlichen. Unglücklich war aus Sicht der begleitenden Deutsch-Lehrerin Elke Wiersma der Zeitpunkt. Weil die Hildebrandt-Schüler zum Schuljahresbeginn viel zu tun haben, konnten sie die Stipendiaten auf den Ausflügen nicht begleiten.

OGA (zeit), 23.08.2013




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11:52:00 23.08.2013 von CMS System Benutzer