Der Beginn einer Freundschaft

 

Der Beginn einer Freundschaft

 OGA 07.05.2013
Jürgen Liebezeit
Birkenwerder (MZV) Ein positives Bild von Israel haben Jugendliche aus Birkenwerder gewonnen. Neun Schüler der Regine-Hildebrandt-Schule haben eine Woche lang Land und Leute kennengelernt.

"Alle Teenager auf der Welt haben ähnliche Interessen", hat Katja Kollecker in Israel festgestellt. Schnell habe die Gruppe aus Birkenwerder Kontakt zu einheimischen Jugendlichen erlangt, berichtete sie am Dienstag auf dem Nachtreffen in Birkenwerder. Überrascht war Lucas Fritsch von den sehr guten Englischkenntnisse der Israelis. Seine eigenen kann Lucas jetzt vertiefen: Der 18-Jährige hat eine Gruppe im sozialen Netzwerk "Facebook" aufgemacht. Dort unterhalten sich am Computer deutsche und israelische Jugendliche über die Reise und ihre Erfahrungen, aber auch über ihre alltäglichen Sorgen.

Im kommenden Jahr ist ein Gegenbesuch in Birkenwerder geplant. "Wir hoffen, dass wir Sponsoren finden, damit die Israelis uns besuchen kommen können", so Schulleiterin Kathrin Voigt. Auf jeden Fall soll der Kontakt vertieft werden. "Wir überlegen, ob wir in der Oberstufe regelmäßig eine Projektfahrt nach Israel anbieten", berichtete die Direktorin, die gemeinsam mit der Deutsch- und Kunstlehrerin Judith Preiss

 

die Gruppe begleitet hat. Voigt war beeindruckt von der Gastfreundschaft - und der Hitze. "Beides war enorm. Aber unsere  Jugendlichen haben alle tapfer durchgehalten", lobt sie die Gruppe, zu denen auch mehrere Behinderte gehörten.

Nicht nur die Landschaft, sondern auch die historischen Stätte und die religiöse Geschichte beeindruckten die Jugendlichen aus Birkenwerder. Die Lebensfreude und die Offenheit gegenüber den deutschen Besuchern überraschte die Gesamtschüler. "Es war schön zu sehen, dass es in einem Land, das oft in den negativen Schlagzeilen steht, so viele positive Seiten gibt", fasste die 17-jährige Juliane Bergner ihre Eindrücke zusammen. Sie will Israel auf jeden Fall noch einmal besuchen und dann länger dort bleiben. Die gehbehinderte Jugendliche hat sich im israelischen Alltag nahezu unbeobachtet gefühlt. "In Berlin ist das anders."

Das Treffen mit einer politischen Delegation aus Brandenburg ließ die Jugendlichen dagegen eher befremdet zurück. Die Landesvertreter hatten sich kaum Zeit für ein Gespräch mit Überlebenden des Holocaust genommen. Bei den Jugendlichen hinterließ die Begegnung mit den Überlebenden in der Gedenkstätte Yad Vashem einen bleibenden Eindruck.

   
Nahe am Alltag in Israel: Behinderte und nichtbehinderte Jugendliche aus Birkenwerder und Israel haben vergangene Woche gemeinsam viel unternommen.Foto: Judith Priess © Judith Priess  




Veröffentlicht am:
12:15:00 08.05.2013 von CMS System Benutzer