„Entrez dans notre café!“

„Entrez dans notre café!“

 OGA  07.02.2012

Birkenwerder (MZV) „Hereinspaziert in unser Café!“ „Bonjour!“,“Bienvenue!“ und „Bon appétit!“ ruft Birgit Lauber die Jugendlichen ins Schülercafé. Dort gibt es in den Pausen herzhafte Quiches und süße Crêpes, Eclairs und heiße Schokolade. Die Tische sind mit kleinen Fähnchen und roten, blauen und weißen Servietten geschmückt. Dias von Paris und Berlin wechseln auf der Wand. Dazu singt Carla Bruni von der CD.

  Freude an französischer Esskultur: Dana Dittberner (links) und Laura Neumann aus der Klasse 8b servieren mit der Französischlehrerin Birgit Lauber – stilsicher mit Baskenmütze – im Schülercafé Baguette und Quiches. © Weißapfel

Schon seit einigen Jahren wird auf den Deutsch-Französischen Tag in der Regine-Hildebrandt-Gesamtschule Wert geleg. Denn die Beziehungen der Schule nach Frankreich sind komplex und sollen nach Möglichkeit noch ausgedehnt werden.

Da ist die Partnerschaft mit einer Schule im bretonischen Vannes, über die die Jugendlichen mit französischen Gleichaltrigen im direkten Austausch stehen. Ende Februar kommen elf Schüler aus Vannes zu Besuch in deutsche Gastfamilien. Wenige Wochen später starten dann etwa ein Dutzend Birkenwerderaner zum Gegenbesuch. Das Thema, an dem diesmal gemeinsam gearbeitet wird, ist der Mauerfall. Die Schüler sollen in beiden Ländern mit ihren Gasteltern oder anderen Gesprächspartnern Interviews dazu führen,

 

 wie sie den Mauerfall erlebt und was sie gefühlt haben.

Die Ergebnisse des Projekts werden dann auf den Homepages der beiden Orte veröffentlicht – jeweils in der Sprache der anderen, erklärt Katrin Lindstädt, Fachbereichsleiterin für Französisch an der Schule. „Das wird bestimmt spannend“, ist die Fachlehrerin sicher. Bei aller Freude über die Wiedervereinigung hatte es damals auf französischer Seite auch Ängste vor einem plötzlich allzu groß gewordenen Deutschland gegeben. Der Besuch der französischen Freunde ist schon gut organisiert – „dank Robin Miskas guten Kontakten“, berichtet Katrin Lindstädt weiter. Der Abiturient, der auch im Schülercafé sitzt, hat ein Treffen mit Bürgermeister Norbert Hagen (parteilos) arrangiert und eine Besichtigung im Bundestag mit der SPD-Abgeordneten Angelika Krüger-Leißner sowie einen Besuch im Mauermuseum.

Französisch sei in den Schulen ein wenig ins Abseits geraten. Dafür zu sorgen, dass wieder mehr Schüler Interesse an dem Nachbarland und seiner Sprache haben, hat sich Robin Miska als der Juniorbotschafter des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW) fest vorgenommen. „Nur Grammatik ist eben auch langweilig“, sagt der 18-Jährige, der selbst vermutlich demnächst Französisch studieren wird. Er informiert in der Schule darüber, wie mithilfe des DFJW ein Schüleraustausch oder eine Sprachreise organisiert werden können.

   
Freude an französischer Esskultur: Dana Dittberner (links) und Laura Neumann aus der Klasse 8b servieren mit der Französischlehrerin Birgit Lauber – stilsicher mit Baskenmütze – im Schülercafé Baguette und Quiches.                                                                                                    © Weißapfel




Veröffentlicht am:
08:26:36 23.02.2012 von schulbetreuer