Maritimes Abenteuer

Maritimes Abenteuer

Spende für das Integrationsprojekt Mannschaftssegeln an der Hildebrandtschule  BIRKENWERDER

MAZ 17.01.2012
Noch liegt die „Wappen von Ueckermünde" im Winterquartier. Doch wenn der erste behindertengerechte Großsegler Deutschlands in diesem Frühjahr wieder ausläuft, dann wird im Mai auch eine Crew der Regine- Hildebrandt-Gesamtschule Birkenwerder an Bord gehen. Auf dem Schiff können Rollstuhlfahrer nicht nur mitsegeln, sondern sich bei vielen Manövern auch aktiv beteiligen. Sie können die Segel setzen, das Schiff steuern oder sich in der Kombüse beim Kochen nützlich machen. Möglich ist dies aufgrund der speziellen Ausstattung des Schiffes. Oliver Bluhm aus Klasse 7 und Annabell Augustin aus Klasse 9, beide Rollifahrer, sowie Nina Stahnke (lOe) und Sara Andrle (lOd) werden in diesem Frühjahr für sieben Tage mit in See stechen. Längst sind sie in Vorfreude auf dieses maritime Abenteuer. Gestern durften sie dabei sein, als Prokurist Michael Woitschach und Finanzdienstspezialistin Birgit Oswald von der Versicherung „Volksfürsorge" einen Scheck in Höhe von 500 Euro zur Unterstützung des Integrationsprojekts Mannschaftssegeln überreichten. „Jeder

 

 Euro hilft uns", freute sich Lehrer Sven Dewitz, einer von vier Lehrern, die beim Segeltörn dabei sein werden. Am 16. März wird es zur Finanzierung noch einen Sponsorenlauf geben. In diesem Jahr werden die Hildebrandt-Schüler die Segel auf zwei Schiffen setzen. Leinen los heißt es dann nicht nur auf dem Rolli-Segler, sondern auch auf der Jugendsegelyacht „Greif von Ueckermünde". „Solch ein Projekt ist richtig klasse für die Kinder. Nicht nur für die Rolli-Fahrer, sondern auch für Kinder, die beim Lernen oder emotional Defizite haben. Sie können sich praktisch bewähren", berichtet Lehrer Dewitz. Eine „Meuterei" habe es noch nicht gegeben, gibt Dewitz auf Nachfrage schmunzelnd zu. Zum Segeltörn brechen interessierte Hildebrandt-Schüler alle zwei Jahre auf. Diesmal steht die dritte Tour an. Für gewöhnlich nehmen die Schiffe, die wie immer im Bodden kreuzen werden, abends Kurs auf einen Hafen. „Aber wir wollen diesmal versuchen, einmal nachts zu ankern", berichtet Dewitz. „So richtig mit Ankerwache, damit sich der Anker nicht löst und wir abtreiben."
  
Oliver Bluhm und Annabell Augustin (vorn) sowie Sven Drewitz, Nina Stahnke, Sara Andrle, Birgit Oswald
und Michael Woitschach (hinten v. I.) gestern bei der Spendenübergabe.                FOTO. HELGA GERTH 




Veröffentlicht am:
08:20:54 23.01.2012 von CMS System Benutzer