Stühle sind die heimlichen Stars

Stühle sind die heimlichen Stars

BILDUNG Schüler und Lehrer schätzen neue Räume der Regine-Hildebrandt-Gesamtschule

MAZ 16.11.2011
 Mitte August haben die Lehrer und Schüler der Regine-Hildebrandt- Gesamtschule von ihrem Anbau Besitz ergriffen. Eine erste Bilanz. Von Helge Treichel BIRKENWERDER! Wenn Rektor Hansjörg Behrendt durch den neuen Teil seiner Schule führt, dann gerät das zu einer Entdeckungstour. Überall zeigt er verblüffende Details, zu denen er kleine Geschichten erzählt. Beispielsweise1 die neuen Stühle. Die wurden im Zuge eines Modellprojek tes entwickelt und sind die heimlichen Stars der Schuld Weiterung. Über Kontakte zu einer Schule in Göttingen, die als „Bewegte Schule" ausge zeichnet wurde, habe er von den Sitzmöbeln erfahren, sagt Behrendt. Diese sind mil Rollen ausgestattet, und der hölzerne Sitz samt Lehne lässt sich zu allen Seiten um bis zu neun Grad neigen. „ Da durch ist immer etwas Bewe gung in der Klasse, aber insge samt ist sie ruhiger und leiser", sagt der Schulleiter: „Schüler lieben diese Stühle." Während die Stühle Bewe gungsenergie auffangen und Alternativen zum Frontalunterricht. Den nöti­gen Platz dazu liefern die 22 neuen Unterrichtsräume in Wabenform. Es gibt sieben Fach- und 15 Klassenräume. Mit jeweils fast 80 Quadratme­tern sind diese fast doppelt so groß wie die 16 Klassenräume im alten Gebäudeteil. Die Französisch- und Deutschlehrerin Birgit Lau­ber schätzt die „helle und freundliche Atmosphäre". Die Tische, aber auch die Smart- und Whiteboards lie­ßen sich sehr differenziert ein­setzen. „Das ist was Tolles und wird gut von den Schü­lern angenommen." „Privile­giert" nennt Englischlehrerin Jeannine Schumann ihren neu gestalteten Arbeitsplatz. Methodisch habe sie jetzt

 

 

 viel mehr Möglichkeiten. Die zu­sätzlichen Nutzungsmöglich­keiten der Lernflure schätzt Kunstlehrerin Judith Priess. In den Genuss der neuen Räume kommen vor allem die siebten und achten Klas­sen - auch um ihren größeren Bewegungsdrang zu entspre­chen, erläutert, der Schullei­ter. Die Kurse der 11. bis 13. Klassenstufe konzentrie­ren sich auf den Altbau. Ohne­hin seien die Kursgruppen et­was kleiner als Klassen. Das neue Schulhaus mit rundum verglasten Räumen sei auch Sinnbild für einen Paradigmenwechsel: „Es heißt nicht mehr ich und meine Klasse, sondern wir und unsere Schule", sagt Behrendt. Aufgewertet wurde auch der alte Schulteil. Behrendt: Die neue Mitte der Schule. Vom Foyer aus gelangen die Schiller künftig in eine Schulbibliothek. Auch ein Schülercafe gibt es sowie einen Ganztagesbereich
Wii-Spielkonsole, Billard und Kicker. Hinzu kommen Räume für Training, Streitschlichtung, Beratung von Behinderten sowie Lehrerarbeitsplätze. Einiges sei noch gar nicht fertig am neuen Gebäudeteil, sagt Hansjörg Behrendt. Zum Beispiel fehlen auf dem Außengelände noch sichere Absperrgitter und an den Eingängen effektivere Abtreter, damit nicht so viel Sand ins Gebäude getragen wird. Und auch die Heizung funktioniert in einigen Gebäudeteilen noch nicht optimal, beispielsweise im Erdgeschoss. Außerdem fehlen die Verblendungen für die großen Fensterflächen, die für genügend Schatten sorgen sollen. „Ich denke, im zeitigen Frühjahr wird das aber dran sein", zeigt sich der Rektor optimistisch. Dann schließlich werde der kühlende Schatten auch erst benötigt. 

   
Rektor Hansjortj Behrendt im neuen Teil seiner Schule.     FOTOS (2): HELGE TREICHEL
Basteln im neuen Raum.




Veröffentlicht am:
15:31:26 20.11.2011 von CMS System Benutzer