„Der Schulstart ist geglückt"

„Der Schulstart ist geglückt"

 Rektor Hansjörg Behrendt führt durch den neuen Anbau in Birkenwerder 

 BIRKENWERDER • Der Start in das neue Schuljahr an der Regine- Hildebrandt-Oberschule in Birkenwerder ist geglückt. „Es sind zwar noch Restarbeiten zu erledigen, aber die Schüler konnten bereits in die neuen Räume. Nur das ist' wichtig", sagt Schulleiter Hansjörg Behrendt. Dass der Termin gehalten wurde, freut ebenso Ludger Weskamp als Bildungsdezernent des Landkreises, der sich gestern im Neubau umsah. Mit dabei waren Wolfgang Linsenhoff vom Architektenbüro Fromme + Linsenhoff, die den Bau geplant haben, und Michael Kothera, Fachdienstleiter Bau und Unterhaltung beim Landkreis, der mit Linsenhoff so manchen Kompromiss aushandeln musste. Denn Standard ist weder das wabenförmige Aussehen des Gebäudes noch die offene und freizügige Gestaltung der Unterrichts-, Freizeit- und Lehrräume sowie der Flure. Lange Fensterfronten ermöglichen nicht nur den Blick nach draußen, sondern auch auf die Flure und in die anderen Fachräume. „Genau das wollten wir", so Schulleiter Hansjörg Behrendt. Dass die Schüler in den Klassenräumen abgelenkt werden oder umgekehrt, die auf den Fluren ihre Mitstreiter ablenken, sieht er nicht. „Das kann zuerst schon passieren, aber die Mehrheit der Jugendlichen wird Rücksicht nehmen. Damit lernen sie, Verantwortung zu übernehmen, und wir stärken ihre soziale Kompetenz", meint der Pädagoge. Die Tische in den achteckigen Klassenräumen können ganz nach Belieben angeordnet werden - zu einem Pädagogen und Schülern zudem als Rückzugsmöglichkeit, wenn klasseninterne Aufgaben

 

zu erledigen oder Probleme zu besprechen sind. Sowohl das ungewöhnliche Aussehen des Gebäudes als auch die vielen Gestaltungsmöglichkeiten in den Klassenzimmern haben Architekt Wolfgang Linsenhoff viele schlaflose Nächte und noch mehr Diskussion mit dem Landkreis als Auftraggeber für den Bau beschert. Doch alle notwendigen Verkehrs- und bautechnischen Sicherheitsstrukturen sind vorhanden und wurden von der Behörde auch abgenommen und anerkannt. „Das muss nicht unbedingt immer teuer sein. Es erfordert aber viele Absprachen während der Planung", erklärt Architekt Linsenhoff. Sein Pendant vom Amt, Michael Kothera, stimmt ihm zu. Er freut sich zudem für das Lob, dass die Verwaltung bei der Zusammenarbeit viel Flexibilität bewiesen habe. Der Anbau war notwendig geworden, weil die Schule ein gutes Renommee hat und es viele Bewerbungen gibt. Weil aber Arbeits- und Unterrichtsräume fehlten, musste der Anbau her. 22 großzügige Unterrichtsräume sind dort entstanden. Nutznießer werden die siebten und achten Klassen sein, „weil die Räume größer sind und die Jugendlichen in diesem Alter mehr Freiraum brauchen", so der Direktor. Einmalig konnten diesem Jahr 161 Schüler aufgenommen und damit sieben siebte Klassen ä 23 Schüler gebildet werden. In der Perspektive sollen pro Schuljahr aber maximal sechs siebte Klassen aufgenommen werden. Insgesamt werden in Birkenwerder derzeit 675 Schüler unterrichtet. «Davon brauchen 83 eine besondere sozialpädagogische Betreuung.  

     
Einige Restarbeiten, darunter die Befestigungen im Außenbereich der Schule, sind noch zu erledigen. Dennoch konnte am ersten Schultag auch schon in den neuen Räumen unterrichtet werden, wie Schulleiter Hansjörg Behrendt zeigte.
Fotos (2): Ernst




Veröffentlicht am:
18:41:45 31.08.2011 von CMS System Benutzer